Der Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Obgleich es unter Erwachsenen oftmals nicht ganz einfach ist, gemeinsam – oftmals arbeitsbedingt – den Urlaub zu planen. Doch schlussendlich einigt man sich auf ein gemeinsames Reiseziel. Aber es ändert sich einiges um so mehr, wenn erst einmal ein Säugling Teil der kleinen Familie ist.

 

Der erste Urlaub mit dem Baby

 

Der Familienneuzugang beansprucht im Alltag schon die meiste Zeit der Eltern, und wenn das Zimmer erst einmal kindgerecht eingerichtet ist, sogar exklusive Wandtattoos fürs Babyzimmer angebracht und alle Möbelstücke besorgt sind, kann es auch schon an die Planung für die schönste Zeit des Jahres gehen.

 

Ein Baby erfordert sehr viel zusätzliche Planung!

 

Je nachdem, welche Art der Anreise Sie planen, gehören verschiedene Utensilien für den Nachwuchs in den Reisekoffer. Ein Säugling sehr viele Bedürfnisse hat, die es auch in der schönsten Zeit des Jahres zu befriedigen gilt.

Dieses beginnt schon bei der Fahrt. Eine ungenügende Vorbereitung bedeutet Stress und Hektik und zudem noch einen unzufriedenen Säugling. Unzufriedene Säuglinge schreien und weinen viel, was nicht gerade zu einer entspannten Atmosphäre beiträgt, sondern vielmehr noch einen zusätzlichen Stressfaktor bedeutet.

Ein stetig weinender Säugling kann die schönsten gemeinsamen Ferien zu einem Desaster werden lassen und es ist die Aufgabe der Eltern, dieser Geschichte durch vernünftige Planung vorzubeugen. Das der Säugling in einem vorschriftsmäßigen Sitz untergebracht ist, versteht sich von selbst. Dies bedarf eigentlich keiner gesonderten Erwähnung, da die Sicherheit vorgeht.

Eine Fahrt mit einem Säugling kann eine Belastungsprobe für die Nerven der Eltern sein, es ist jedoch auch ein Fakt, dass Ferien mit einem Säugling durchaus unkomplizierter sein können, als dieses beispielsweise mit einem Kleinkind der Fall ist. Dieses liegt daran, dass Säuglinge im Gegensatz zu Kleinkindern wesentlich leichter zufriedenzustellen sind und diese bei der Hinfahrt keine Langeweile empfinden.

Zwar möchte auch ein Baby bespaßt werden, jedoch benötigt es wesentlich weniger Spielzeug dafür. In der Stillphase brauchen sich die Eltern zudem keine Sorgen um die Verpflegung zu machen. Da ein Elternteil ohnehin während der Fahrt auf der Rückbank des PKWs verbringen wird. Mit der Mama ist die primäre Nahrungsquelle ja eh bereits an Bord.

Ist die Stillphase vorüber, sollten die Eltern darauf achten, dass genügend Milchpulver für das Fläschchen sowie ein Sterilisator und ein Flaschenwärmer sowie ausreichend Lätzchen und Babykleidung im Reisegepäck vorhanden sind, da immer damit gerechnet werden muss, dass etwas nicht den Weg in das kleine Mündchen findet.

Zum Mümmeln während der Fahrt empfiehlt es sich, ein paar Kekse mit an Bord zu haben, da auch mit einem Keks der Säugling schon gut beschäftigt werden kann. Nicht vergessen werden darf, dass alles, was in den Säugling reinkommt, irgendwann auch wieder einmal herauskommt. Der Vorrat an Pampers sollte nicht unterschätzt werden und muss somit ausreichend vorhanden sein. Ebenfalls nicht vergessen werden darf ein ausreichender Vorrat an Medikamenten.

Auch das Fieberthermometer, sowie Pflaster, Verbandsmaterial und Fieberzäpfchen gehören zwingend in das Reisegepäck von verantwortungsbewussten Eltern. Steht der Säugling kurz vor dem Erhalt des ersten Zähnchens, empfiehlt es sich, einen Beißring sowie Zahnungsgel dabei zu haben.

Auch Sonnencreme, Tee für Bauchschmerzen und Wund-/Heilsalbe sowie Brandsalbe sollten vorsichtshalber eingepackt werden, um für den Fall der Fälle gut gewappnet zu sein.

 

Mit dem Baby am Zielort angekommen

 

Eine neue Umgebung bedeutet gerade für Säuglinge eine nicht zu unterschätzende Umstellung. Oftmals ist es diese Umstellung, die ein Kind zum Weinen bzw. Schreien bringt. Die Mitnahme des Lieblingskuscheltieres und des Schnullers, der Babyuhr und einer Rassel kann dieses schon gut unterbinden. Dies wird dem Kleinsten dabei helfen, sich am Ferienort besser einzufinden.

Sollte der Säugling bereits daran gewöhnt sein, in einem anderen Raum als die Eltern zu schlafen, sollten Eltern eines nicht vergessen:

Auch im Urlaub hören die Elternpflichten nicht auf. Das Babyfon ist ein stetiger Begleiter auf allen Wegen und muss zwingend auch in der Ferienunterbringung mitgeführt werden.

Hierin liegt auch für die Eltern die Chance, etwas mehr Freiraum in der Ferienunterbringung zu haben da sie somit einige schöne und entspannte Abende verbringen können, ohne die Elternpflichten zu vernachlässigen. Das Babyfone eingepackt können die Eltern romantische Sonnenuntergänge auf dem Balkon des Hotels genießen und sind trotzdem mit dem Ohr jederzeit am Säugling.

 

Auch in den Ferien gilt – Baby braucht ihren gewohnten Rhythmus!

 

Es ist empfehlenswert für Eltern, auch in den Ferien den gewohnten Rhythmus für den Säugling beizubehalten. Dieses fängt schon bei der Essenszeit an und hört – nicht zuletzt – bei der Schlafenszeit auf.

Für einen Säugling ist eine ferienbedingte Umstellung der gewohnten Zeiten schwer zu begreifen und bedeutet einen gravierenden Einschnitt in die gewohnten Abläufe. Wer in den Ferien gerne fünf gerade sein lässt, wird spätestens bei der Ankunft zuhause bemerken, dass dieses im Hinblick auf das Verhalten des Säuglings ein schlimmer Fehler gewesen ist.

Man darf nicht vergessen, die fremde Umgebung fernab des eigenen Babyzimmers, ist für den Säugling schon aufregend genug – eine Umstellung der gewohnten Rhythmen wäre hingegen für den Kleinsten eine totale Überforderung.

 

Fernreise mit einem Baby beim ersten Mal eher nicht

 

Für die ersten Ferien mit Baby empfiehlt es sich ein Reiseziel zu wählen, an welchem ein vergleichbares Klima vorherrscht wie daheim. Allein schon aus diesem Grunde fallen exotische Reiseziele fast schon aus dem Raster, da sengende Hitze und trockene Witterungen zu einer echten Belastungsprobe für die Gesundheit des Säuglings werden können.

Auch raue Witterungsbedingungen, wie sie beispielsweise an Meergebieten zu finden sind, stellten für den Säugling nicht die richtige Umgebung dar. Daher sollten die Eltern für den ersten Urlaub eventuell ein Reiseziel auswählen, das nicht zu weit entfernt liegt.

 

Als Fazit kann festgehalten werden, dass Ferien mit einem Säugling durchaus für alle Beteiligten eine Entspannung und gelungene Alltagsabwechslung darstellen können, sofern die oben genannten Ratschläge berücksichtigt werden.

Als beste Reisezeit für die ersten Ferien empfiehlt sich der Herbst, da hier keine extremen Witterungen vorherrschen. Für die Anfahrt gilt die einfache Faustregel: Stress lässt sich vermeiden, wenn es schnell geht! Am Entspanntesten gestaltet sich die Hinreise, wenn die Eltern die Schlafphasen des Säuglings gut ausnutzen.

Am besten wird die Hinfahrt bereits nachts gestartet, der Säugling schläft und die Straßen sind frei. Sollte es nicht anders möglich sein und die Fahrt in die Ferien startet in den Sommermonaten so sollten die Eltern stets den Verkehrsfunk beachten und versuchen, Staus so gut als möglich zu umfahren.

Eine echte Alternative bietet die Anreise per Bahn: Der Säugling zahlt nichts und die Eltern haben während der Anreise genügend Zeit, den Kleinsten zu betreuen. Dieses kann mitunter wesentlich stressfreier sein.